Sie liegen entlang der Küste am Traganou-Strand, Afantou, Rhodos 85103, Griechenland – ein Küstenabschnitt, der nach Osten zum Ägäischen Meer ausgerichtet ist und daher das erste Licht des Tages direkt auf seiner Felswand einfängt.
Die Geologie erklärt die Form. Rhodos hob sich in aufeinanderfolgenden tektonischen Impulsen aus dem Meer, und seine Ostflanke ist mit marineem Kalkstein geschichtet, der abgelagert wurde, als die Insel untergetaucht war. Die Wellenwirkung nutzte die Fugen in diesem Stein und höhlte Tunnel, Bögen und niedrige Grotten aus, die heute lokal als Traganou-Höhlen bekannt sind. Fischer aus Afantou nutzten die Öffnungen lange vor der Ankunft des Tourismus als Unterschlupf; das Dorf selbst liegt im Landesinneren, eine defensive Gewohnheit aus Jahrhunderten von Piratenüberfällen, wobei der Strand bewusst auf Distanz gehalten wurde. Bootsausflüge ab Faliraki existierten als Kategorie nicht, bis der Urlaubsort südlich davon in den 1970er Jahren expandierte und die Kapitäne begannen, die Küste nordwärts statt nur aufs offene Meer zu befahren.
Heute sind die Höhlen von Bedeutung, da sie eines der wenigen frei zugänglichen Naturdenkmäler auf einer Insel sind, bei der die meisten Stätten Eintritt kosten. Der Eintritt kostet 0 EUR und die Küste ist rund um die Uhr, von 00:00 bis 23:59 Uhr, an jedem Wochentag geöffnet. Diese Offenheit hat den Ort zu einem festen Bestandteil der Dodekanes-Rundreisen gemacht. Veranstalter binden sie in Tagesausflüge ab Faliraki ein, in eine Bootsfahrt entlang der Küste oder als ersten Halt vor einem Bootsausflug von Faliraki nach Lindos und dessen Akropolis. Längere Bootsausflüge ab Faliraki nach Symi verlaufen ostwärts über offenes Wasser, während kürzere Fahrten sich auf eine Bootsfahrt zwischen Traganou und Kolymbia beschränken.
Architektonisch wurde hier nichts gebaut, was der eigentliche Punkt ist. Das Interesse liegt in den Erosionsmustern: Rillen an den Wänden, ein eingestürzter Dachabschnitt, der ein natürliches Oberlicht bildet, und Kiesböden, die durch die Wellenenergie in grobe und feine Bänder sortiert wurden. Seeigel halten sich am unteren Fels; wilder Oregano und Thymian haften am Kliff darüber. Die Klarheit des Wassers – die Sichtweite übersteigt im Sommer oft fünfzehn Meter – macht die Höhleneingänge eher zu hellen Öffnungen als zu dunklen Löchern. Tickets für Bootsausflüge ab Faliraki werden für das Schiff ausgestellt, niemals für die Höhlen selbst – eine Unterscheidung, die diesen Teil der Küste von Rhodos hartnäckig öffentlich hält.